Menu Close

Online-Journalismus wird pauschal schlecht gemacht

AG Social Media kritisiert einseitige Darstellung von Internet-Medien im “Medienführerschein” an Bayerischen Grundschulen.

Die Arbeitsgemeinschaft Social Media e.V. widerspricht der einseitigen Darstellung von Bloggern als unzuverlässige Quelle in der Broschüre “Schau genau hin! Nachrichtenwege erkennen und bewerten”, die im Rahmen der Initiative “Medienführerschein” an Bayerischen Grundschulen im Unterricht eingesetzt werden soll und fordert die Bayerische Staatsregierung auf, dieses Heft zurückzuziehen und nicht länger zu verteilen.

Nach Ansicht der AG Social Media ist die Broschüre “Schau genau hin! Nachrichtenwege erkennen und bewerten” (https://www.medienfuehrerschein.bayern.de/Schau-genau-hin.n47.html) nicht geeignet, Kinder an eine kritische und selbstbewusste Nutzung des Medienangebots heranzuführen. Holzschnittartig wird hier eine Fiktion von Qualitätsjournalismus, der angeblich von den Zeitungen geleistet wird, einem scheinbar unkontrollierbaren und qualitativ minderwertigem Netz-Journalismus gegenüber gesetzt.

Deutsche Schulen fallen im internationalen Vergleich immer weiter zurück. Wir halten es nicht nur deshalb für sehr wichtig, Schüler zur Nutzung der neuen Medien zu motivieren und sie gezielt ans Internet heranzuführen. Ebenso sollten die Schüler über den Beruf des Journalisten und die Rolle von Verlagen aufgeklärt und angeleitet werden, Medien als Quelle für Information kritisch zu nutzen.