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Privatsphäre im Internet – Sexting und Co.

Sie sind nicht der Einzige, der diese Nachrichten sendet. In einer amerikanischen Umfrage gab jeder fünfte Teilnehmer an schon einmal Fotos oder „sexy Worte“ geschickt und/oder erhalten zu haben. Aber von all den Leuten, die sie bekommen hatten, sagte fast ein Viertel auch, sie hätten sie geteilt, und das mit durchschnittlich drei Leuten! Dabei zeigten Männer sie eher einem Freund als Frauen.

Das ist schon beängstigend genug, aber wenn jemand deine Geschlechtsteile weiterleitet, könnte es sehr schnell zu einer exponentiellen Kettenreaktion werden. Der einzige Weg, um sicher zu sein, dass nichts weitergereicht wird, ist nichts zu verschicken.

Sexting hat ein großes Risiko, genau wie jede andere sexuelle Aktivität, aber das bedeutet nicht, dass du es nicht tun solltest. Wie bei allem im Leben kann man nicht hundertprozentig sicher sein. Dennoch kann ein Gespräch über das Thema Privatsphäre mit ihrem Sextingpartner helfen. Das sogenannte „Slut Shaming“ müsste aufhören, denn dann wäre es kein Problem mehr, sollte ein Bild einer Frau im Internet landen. Natürlich gilt es dieses Hochladen ins Internet trotzdem zu vermeiden. Ohne das angesprochene Slut Shaming ließe sich jedoch viel angenehmer texten. Denn private Live-Kontakte lassen sich schnell und einfach in Foren, auf Snapchat oder andersweitig finden.

Hier ist der Deal: Du kannst dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um ein gutes Foto zu schießen, aber es dauert für Ihn nur ein paar Sekunden, um es mit seinem Kumpel Lukas zu teilen. Nun, Lukas mag kein Bösewicht sein, aber vielleicht schickt er es an seinen Mitbewohner von der Uni, Peter, der sich seit der Unizeit sehr verändert hat und, ohne das Lukas ein weiß, einen Rache-Porno-Blog gestartet hat. Schon ist es ein weiteres Nacktfoto in einer digitalen Welt. Sie müssen nur Ihren Instinkten vertrauen, bei der Wahl des Sexting-Partners. Wenn du dem Kerl nicht vertraust, schick ihm keine Fotos.

Ich sage, geh ran. Es ist definitiv ein ermächtigender Schritt für Frauen, solche riskanten Dinge zu tun und viele von uns fühlen sich mutiger und freier, indem sie Dinge über elektronische Medien sagen und tun, die wir vielleicht nicht persönlich tun würden. Man muss nur wissen, dass es Möglichkeiten gibt, Spaß zu haben, ohne sich wirklich zu zeigen: Sie können ein neues, anonymes Snapchat-Konto in weniger als einer Minute erstellen oder eine Google Voice-Nummer verwenden und es vermeiden, Ihr Gesicht zu zeigen. Wenn du vorsichtig bist und es auf eine Art machst, die deine Identität verbirgt, denke ich, dass es dir viel Spaß bringen kann.